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Kassenzettel sind schädlich
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Das Problem Kassenzettel: Mehr als ein kleines Übel

Obwohl der Kassenbon aus Papier umwelt- und gesundheitsschädlich ist, wird seine Nutzung trotz fortschreitender Digitalisierung kaum in Frage gestellt. Doch das vermeintlich kleine Problem ist ein großes und könnte mit einer einfachen Lösung behoben werden.

Das Problem Kassenzettel: Mehr als ein kleines Übel

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Ein Einkauf wird bezahlt, die Kasse spuckt einen Kassenzettel aus. Das kleine Stück Papier verschwindet in der Einkaufstasche, dem Portemonnaie oder in der Ablage – oder sofort in den nächsten Mülleimer geworfen. Ein Vorgang, der so hundertausendfach jeden Tag stattfindet. Dass mit dem Ausdruck des Belegs jedoch eine ganze Kette an Problemen in Gang gesetzt wird, darüber macht sich kaum jemand Gedanken. Denn die Zettel sind nicht einfach nur lästig: Sie belasten Gesundheit und Umwelt massiv.

Die Haltbarkeit des klassischen Kassenzettels

Wofür braucht man überhaupt einen Kassenzettel? Im Alltag höchstens, wenn man seine Einkäufe kontrollieren möchte oder einen Beleg für Umtausch und Gewährleistung benötigt. Doch bereits an diesem Punkt wird es schwierig, denn die Bons werden auf Thermopapier gedruckt, das nur über eine begrenzte Haltbarkeit verfügt. Durch Wärme, UV-Strahlung und andere Einflüsse verblasst der Aufdruck innerhalb kürzester Zeit. Die Verbraucherzentralen empfehlen deshalb, eine Kopie anzufertigen. Auch Buchhalter und Steuerberater raten dazu, da kaum ein Zettel die gesetzliche Aufbewahrungspflicht von 10 Jahren übersteht. 

Gedruckte Kassenzettel sind umwelt- und gesundheitsschädlich

Damit beginnt ein Kreislauf, der zulasten der Umwelt geht. Schon durch den Ausdruck werden jährlich Unmengen an Papier verbraucht. Europaweit sind es rund 20.000 Tonnen. Rechnet man nun die empfohlenen Kopien dazu, steigt der Papierverbrauch um ein Vielfaches. Um diesen zu senken, ist Recycling eine Lösung. Eine, die in der Bundesrepublik immer stärker forciert wird (bei der Herstellung von Papierprodukten wird inzwischen knapp 75 Prozent Altpapier eingesetzt).

Doch bleibt der Kassenzettel dabei außen vor, denn er ist nicht wiederverwertbar. Schuld sind die im Thermopapier enthaltenen Schadstoffe Bisphenol A, B und S. Dabei handelt es sich um Chemikalien, die bereits in geringen Konzentrationen gesundheitsschädlich sind und beispielsweise über Hautkontakt in den Organismus gelangen. Wird der Kassenzettel im Altpapier entsorgt, gelangen die Schadstoffe durch Produkte wie Recycling-Toilettenpapier und Co. in die Umwelt.

Digitales Quittieren: die Lösung für das Problem Kassenzettel

Für das Problem Kassenzettel gibt es jedoch Lösungen. So sollte man sich seinen Beleg nur ausdrucken lassen, wenn man ihn wirklich zwingend benötigt. Muss er später entsorgt werden, dann ausschließlich über den Hausmüll. Am besten ist es jedoch komplett auf den ausgedruckten Bon zu verzichten und auf digitale Kassenzettel, wie die App admin, umzusteigen. Die in der App hinterlegten Quittungen gelten genauso bei Umtausch, Gewährleistung oder als Nachweis beim Finanzamt, wie ihr ausgedrucktes Pendant. Zudem gewährt admin eine klare Übersicht über getätigte Ausgaben. Die Kassenbelege können sortiert und jederzeit aufgerufen werden. Langes Suchen und überquellende 

Quellen:

https://www.assekuranz-info-portal.de/presse/recht-steuern/2013/11/aufbewahrungspflicht-fuer-belege-die-thermopapierfalle/2

https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/verwertung-entsorgung-ausgewaehlter-abfallarten/altpapier3

https://www.umweltbundesamt.de/themen/bons-gehoeren-nicht-ins-altpapier