Newsroom
point of sale beim bäcker
Avatar Lesezeit ca. 4 Min.

Den POS zukunftsfähig gestalten

Wie die Digitalisierung auch in kleinen Unternehmen gelingen kann.

Den POS zukunftsfähig gestalten

4 min Lesezeit
Reading Time: 4 minutes

Digitalisierung, Digitale Transformation oder digitaler POS sind Schlagworte mit denen sich Unternehmen immer stärker auseinandersetzen müssen. Im Fokus steht dabei nicht nur zu verstehen, was diese Begriffe bedeuten – vielmehr muss jedes Unternehmen die Aspekte herausziehen, die ihm dabei helfen, in Zukunft erfolgreich zu sein. Denn nicht jede Innovation ist für alle Geschäftsfelder geeignet und nicht jeder Kommunikationskanal bietet die passende Plattform, um ein Unternehmen bekannt zu machen. Es erfordert Zeit und Muße das Passende aus dem riesigen Pool der digitalen Möglichkeiten zu fischen. Eine schwierige Aufgabe, besonders für kleine Unternehmen, die sich in erster Linie ihrem Kerngeschäft am POS widmen müssen.

Der kleine Bäcker von nebenan: ein Klassiker des POS

Trotzdem kann die Digitalisierung auch in kleinen Betrieben gelingen, und zwar dann, wenn Interesse an der Materie, Leidenschaft für das Unternehmen und ein offenes Ohr für die Wünsche der Kunden vorhanden sind. Ein greifbares Beispiel, das sehr nah am POS ist, ist das einer kleinen Backmanufaktur mit sechs Mitarbeitern. Diese befindet sich nicht in einer Großstadt oder einem angesagten Stadtviertel, sondern in der Vorstadt, zwischen Wohnhäusern, Discountern, einer Fahrschule und Friseuren. In der Gegend wohnen viele ältere Menschen, Familien aber auch immer mehr Mitt- und Enddreißiger zieht es dorthin, da die Mieten bezahlbar sind.

Digitale Services in der Backstube: für mehr Qualität und Effektivität am POS

Ein Bäcker gehört zur notwendigen Infrastruktur und kann in solchen Gegenden auf Kundschaft hoffen, ohne dafür viel tun zu müssen – doch die Backmanufaktur will mehr. Das beginnt bei den Backwaren, die ohne industrielle Zusätze auskommen. Die Qualität spricht sich herum und zieht bald auch Kunden aus der weiteren Umgebung an. Da der Inhaber lange Wartezeiten vermeiden möchte, bietet er EC-Kartenzahlung an. Für einen Bäcker beinahe eine Innovation, doch es geht noch weiter. Der Wunsch einer leistungsfähigen POS-Kasse steht im Raum, jedoch lohnt sich die Anschaffung für ein Unternehmen dieser Größe nicht. Doch es gibt andere Möglichkeiten den Bezahlvorgang am POS zu beschleunigen. So wird auf Kundenwunsch ApplePay eingeführt. Ein Service, der die Wartezeit noch weiter verkürzt und den Kunden entgegen kommt, die flexibel und bargeldlos einkaufen möchten. Ab 2020 kann dieses Angebot ausgeweitet werden, denn ab dann ist die digitale Kassenzettel-App admin erhältlich. Sie ermöglicht das digitale Quittieren innerhalb von Sekunden per Smartphone, ohne Bonausdruck. Dies erlaubt es den Mitarbeitern auch in stark frequentierten Zeiten ausführlich beraten und trotzdem zügig bedienen zu können. 

Tradition und Moderne am POS vereint: Bereicherung statt Widerspruch

Neben den digitalen Services am POS – also direkt im Geschäft – setzt der Inhaber der Manufaktur auch auf Onlinepräsens. Sein Ziel: Kundennähe, Planbarkeit und Marketing. Denn viele der Kunden, die die „neuen“ Zahlmöglichkeiten in Anspruch nehmen, wollen informiert sein und sich IHREM Bäcker verbunden fühlen. Sie sind es, die sich online über Neuerungen und Produkte informieren. So gehört der Backplan zu den am häufigsten aufgerufenen Seiten der Homepage. Aufgrund der natürlichen Backverfahren kann nicht jedes Produkt täglich angeboten werden. Der online abrufbare Plan hilft bei der Orientierung, vermeidet unnötige Wege und ermöglicht Vorbestellungen, was wiederum die Produktion für den Bäcker planbarer macht. Über Social Media können Kunden Wünsche äußern. Dieser Austausch erhöht die Kundenbindung, generiert neue Ideen und erlaubt einen Einblick in die Bedürfnisse der Kundschaft. Das macht es einfacher, das Sortiment sowie den POS attraktiv zu gestalten.

Den POS ins Netz transferieren: wenn regionale Produkte deutschlandweit gefragt sind

Onlinepräsenz, traditionelles Handwerk und digitale Möglichkeiten zu verbinden, gehören zum Konzept der Manufaktur. Mit einem Onlineshop geht der Inhaber diesen Weg weiter. Über den Shop können Backwaren bestellt und bezahlt werden – zum Beispiel per Paypal. Die Ware kann dann entweder direkt im Geschäft abgeholt werden oder man lässt sie sich zusenden. Letztgenanntes geht ebenfalls auf Kundenwünsche zurück, denn ein nicht geringer Teil der ehemals regional ansässigen Brotliebhaber lebt inzwischen woanders, möchte auf das Backwerk der Manufaktur jedoch nicht verzichten. Vor Freischaltung des Shops mussten die Waren mühsam über Freunde und Bekannte besorgt, verpackt und versendet werden. Per Webshop ist dies nun mit wenigen Klicks möglich. Dadurch erweitert sich der POS ins www, womit gleichzeitig auch der Wirkungsradius und Bekanntheitsgrad der kleinen Backmanufaktur wächst – ganz ohne weitere Filialen oder großen Werbeeinsatz.

Dieses Beispiel zeigt, dass auch kleine Unternehmen von den vielen Vorteilen der Digitalisierung profitieren können. Voraussetzung ist eine gewisse Neugier sowie der Willen am POS auch mal etwas Neues auszuprobieren. Dabei muss Tradition keinesfalls in Konkurrenz mit Zukunftsdenken stehen. Wer offen für Input von außen ist und sich in Bereichen die außerhalb der eigenen Kompetenz liegen auf die Hilfe von Experten verlässt hat bereits die wichtigsten Schritte getan, das eigene Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.