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Digitalisierung im Alter: Babyboomer mit Enthusiasmus dabei

Warum die digitale Welt schon längst zum Alltag der älteren Generation gehört.

Digitalisierung im Alter: Babyboomer mit Enthusiasmus dabei

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Sucht man nach dem Schlagwort Digitalisierung im Alter findet man vor allem eines: Artikel die von den Problemen der älteren Generation handeln, sich in der digitalen Welt zurechtzufinden. Es sei notwendig, die Menschen zu qualifizieren damit sie von den Vorteilen der neuen Möglichkeiten profitieren können, möglichst lange selbstständig im Leben stehen und daran teilhaben können. Dass dies wichtig ist, ist unumstritten, doch spricht man von Digitalisierung im Alter, gibt es einen großen Unterschied zwischen den unterschiedlichen Altersgruppen. Während die einen Smartphone, Internet, Digital Payment und Co. skeptisch gegenüber stehen, wird die andere Gruppe immer aktiver und setzt sich intensiv mit den vielfältigen technischen Möglichkeiten auseinander.

Digitalisierung im Alter: Auf die Gruppe kommt es an

Möchte man die Gruppe der „Älteren“ differenzieren, so kann man zwischen der Silent-Generation (geb. 1925 – 1945), der Swing-Generation (geb. 1946 – 1964) und den Babyboomern (geb. 1955 – 1969) unterscheiden. Speziell Letztgenannte stehen Technik und Digitalem interessiert gegenüber, davon besonders die jüngeren Babyboomer zwischen 50 und 59 Jahren. Laut einer Studie der AARP (American Association of Retired Persons) aus dem Jahr 2016 besitzen knapp 73 Prozent dieser Gruppe ein Smartphone, während es bei den älteren nur noch 54 Prozent sind. Bei den Generationen ihrer Eltern und Großeltern sind es deutlich weniger. So besitzen unter den „Swings“ nur noch 38 Prozent ein Handy. Eine aktuelle, 2019 vom Marktforschungsinstitut Deloitte durchgeführte Studie zeigt außerdem, dass diese Zahlen stetig steigen. So gibt es bei den Babyboomern einen Zuwachs von 25 Prozent unter den Smartphonebesitzern: Ein Sprung, hoch wie in keiner anderen Gruppe. Selbst innerhalb der jüngeren Generationen (X, Millennials, Z) steigt der Wert nicht in diesem Maße. Dies ist ein sicheres Anzeigen dafür, dass man sich beim Thema Digitalisierung im Alter nicht nur auf die Schwierigkeiten fokussieren sollte.

Digitalisierung im Alter als Selbstverständlichkeit

Das Gros der Babyboomer mag Technik und schätzt die Vorteile und erweiterten Möglichkeiten, die sie ihnen im Alltag bietet. Digitalisierung im Alter ist für sie keine Herausforderung, sondern eine Selbstverständlichkeit. Sie sind marken- und qualitätsbewusst und betrachten hochwertige Technik als Statussymbol, die entsprechenden Funktionalitäten vorausgesetzt. Auch wenn Familienangehörige immer mal wieder für Hilfestellungen hinzugezogen werden, beherrschen die meisten Nutzer ihre Geräte sicher, und versuchen die sich ihnen bietenden Optionen auch zu nutzen. Das gilt für verschiedene Apps und Programme ebenso, wie für intelligente Tools wie Smart-Home-Systeme oder smarte Hörgeräte. Diese kleinen, oft schon fast unsichtbaren Hörhilfen können über ihre eigentliche Funktion hinaus auch als Freisprecheinrichtung, Kopfhörer oder zum Streamen des Tons vom Fernsehen und für Musik genutzt werden. All diese Funktionen lassen sich über das Smartphone steuern. 

Kontakt zu Familie und Freunden als Motivation für eine Digitalisierung im Alter

Als besonders attraktiv gelten die verschiedenen Kommunikationskanäle. Ganz gleich ob Skype, Messenger-Dienste wie Whats App oder die Sozialen Medien: hier schreitet die Digitalisierung im Alter mit großen Schritten voran. So ist für viele das beste Argument sich ein Smartphone oder Tablet anzuschaffen, die Möglichkeit regelmäßig mit Kindern und Enkeln sprechen, den Nachwuchs dabei sogar sehen zu können. Auch der Austausch bei Facebook, Instagram und Co. wird immer beliebter. So nutzen inzwischen 44 Prozent der 55- bis 74-jährigen Facebook auf dem Smartphone (2016 > 32 Prozent). Zudem erobern die Best Ager Instagram und Snapchat.

Babyboomer offen für eine Digitalisierung im Alter

Die Babyboomer zeigen, dass Digitalisierung im Alter Spaß machen kann. Sie nutzen die sich bietenden Vorteile und sind bereit sich in neue Techniken einzuarbeiten. Sie stehen dem Digitalen offen gegenüber, hinterfragen dessen Nutzen aber auch kritisch. Denn im Gegensatz zu den nachfolgenden Generationen sind Babyboomer noch in einer analogen Welt aufgewachsen und gehen deshalb mit den neuen Möglichkeiten reflektierter um. Bevor ein Angebot wahrgenommen wird, steht deshalb immer die Frage, welchen Mehrwert es bietet. Darüber hinaus muss es durchdacht und sicher sein und eine gute Bedienbarkeit aufweisen.

Digitalisierung im Alter? Gerne, aber Sicherheit geht vor!

Sicherheitsbedenken und die Scheu davor seine persönlichen Daten irgendwo eingeben zu müssen, hält viele ältere Menschen davon ab, bestimmte Dienste wahrzunehmen – ganz gleich wie praktisch sie sind. Ein Problem, dass bei der Beschäftigung mit dem Thema Digitalisierung im Alter am häufigsten genannt wird. Das gilt auch für das bargeldlose Bezahlen in Form von Online-Banking und Digital Payment. Während beides bei den Mitgliedern der älteren Generationen eher zurückhaltend genutzt wird, die die Verfahren unter den 55- bis 64-Jährigen ein immer größeres Thema. So ist die Nutzung zwischen 2015 und 2016 von 18 Prozent auf 33 Prozent angestiegen. In einer Studie zum Thema Digital Payment des Unternehmens Visa hängt die zunehmende Verwendung des digitalen mit der immer weiteren Verbreitung des kontaktlosen Bezahlens zusammen. 

Die unterschätzte Zielgruppe: Die Digitalisierung im Alter schreitet voran

In den letzten Jahren wurde immer deutlicher, dass die Digitalisierung im Alter schneller voranschreitet als gedacht und dass die Senioren von heute digitaler und technikaffiner sind als ihr Ruf. Deshalb und aufgrund ihrer hohen Kaufkraft (2015 waren es 29 Prozent der gesamtdeutschen Kaufkraftsumme) sind die Golden Ager ein wichtiger Faktor, der darüber entscheidet, was sich auf dem Markt durchsetzt. Das gilt auch für Anwendungen wie die Kassenzettelapp admin, die das Quittieren digital macht. Entwickelt um das Papierchaos an den Kassen und in der Buchhaltung zu verringern, bietet die App eine nachhaltige Alternative zum haptischen Bon. Eine Lösung die im Rahmen der im Januar 2020 in Kraft getretenen allgemeinen Belegpflicht wie gerufen kommt. Einfach zu bedienen, datenschutzrechtlich unbedenklich, auf wesentliche Funktionen reduziert und mit einem echten Mehrwert erfüllt admin alle Ansprüche an digitale Technik, die sich die Gruppe 50 + wünscht. Damit könnte admin zu einem weiteren Tool werden, das die Digitalisierung im Alter abermals einen Schritt voranbringt.

Quellen:

1. https://www.emarketer.com

2. http://www.audio-infos.de

3. https://www2.deloitte.com

4. https://zukunftdeseinkaufens.de

5. https://digitaler-mittelstand.de