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Avatar 7. Mai 2019 Lesezeit ca. 2 Min.

Ganz ohne Papier: Digitale Kassenzettel per App schonen Ressourcen

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Ganz ohne Papier: Digitale Kassenzettel per App schonen Ressourcen

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  • Bremer Unternehmen entwickelt App für papierlose Kaufbelege
  • Weniger Papierverbrauch im Einzelhandel durch digitale Kassenzettel
  • Europäische Kommission verbietet BPA-lastiges Thermopapier ab 2020
  • Neue Quittierungs-Methode sammelt alle Belege digital an einem Ort

Bremen – Kassenzettel gehören für fast alle Menschen zum Alltag, obwohl sie oft direkt im Müll landen. Neben dem unnötigen Papierverbrauch, sind die Bons eine echte Gefahr für die Gesundheit, da sie in den meisten fällen auf Thermopapier gedruckt sind – ein Material, das die EU ab 2020 aufgrund seiner Beschichtung mit der schädlichen Chemikalie Bisphenol A verbietet. Laut BUND lassen sich auf 14 von 19 auf Thermopapier gedruckten Kassenbons Bisphenol A oder der artverwandte Stoff Bisphenol B nachweisen. Das Bremer Unternehmen A&G GmbH hat mit seiner App admin eine umweltfreundliche und unbedenkliche Alternative entwickelt. Über die Software-Lösung erhalten Kunden beim Kauf ihren Beleg direkt per NFC auf das Smartphone. Ab Januar steht admin zum kostenlosen Download für die Betriebssysteme iOS und Android zur Verfügung. „Wir verzichten mit admin komplett auf Papier und schonen wertvolle Ressourcen“, sagt Amir Karimi, Geschäftsführer von A&G. Die App sei eine digitale Arbeitserleichterung für Handel und Verbraucher – ganz ohne Rohstoffe, Gift und Transportwege.

Rekord-Papierverbrauch senken

Nach Berichten des WWF wird nahezu jeder zweite industriell gefällte Baum zu Papier verarbeitet. Trotz der Digitalisierung ist der weltweite Papierverbrauch von 1990 bis 2015 um 73 Prozent gestiegen – das hat die Erde rund 239 Millionen Hektar Naturwald gekostet. Deutschland gehört im Verbrauch zu den Spitzenreitern. Im Schnitt kamen im vergangenen Jahr 247 Kilogramm auf jeden Einwohner. Darunter: Hunderte Kassenzettel. „Ein Umdenken im Einzelhandel ist längt überfällig“, so Karimi. „Im Online-Geschäft ist der digitale Kassenbeleg längst etabliert.“ Am Point of Sale habe sich die Quittier-Methode jedoch seit Jahrzehnten nicht geändert. Darunter leidet die Umwelt. Denn die Herstellung von Thermopapier bedarf Bäume, Wasser, Energie und sie verursacht Co2 Emissionen. „Mit admin könnte diese Verschwendung bald Vergangenheit sein“, meint der Geschäftsführer.

Schluss mit giftigem Thermopapier

Thermopapier, aus dem der Großteil aller Kassenzettel besteht, ist neben Nahrung die wichtigste Quelle für das giftige Bisphenol A. Die Chemikalie gehört laut Umweltbundesamt zu den hormonell wirksamen Stoffen und kann Nervensystem, Prostata und Harnröhre beeinflussen sowie Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes verursachen. In höheren Dosierungen haben Wissenschaftler zudem verspätete Geschlechtsreife und Sterilität beobachtet. Da die BPA-Beschichtung auf dem Thermopapier nicht fest damit verbunden ist, kann sie leicht über die Haut in den Organismus gelangen.

„Viele Verbraucher wissen nicht, dass die schädlichen Belege statt ins wiederverwertbare Altpapier, in den Restmüll gehören.“

Amir Karimi

Denn bei falscher Entsorgung gerate die Substanz über recycelte Papierprodukte wie Toilettenpapier in die Umwelt. Dank admin können Kunden mit Kassenzetteln hantieren, ohne ihre Gesundheit zu gefährden oder die Natur zu belasten – nämlich digital, per Fingertipp in der Smartphone-App.

Alle Kassenzettel digital an einem Ort

Nicht nur die Umwelt profitiert von admin. Handel und Verbraucher können auf diese Weise dem bisherigen Zettelchaos ein Ende bereiten. Die App hinterlegt alle Information, die auf einem Papierbon stehen – nur digital, zentral und händlerunabhängig archiviert an einem Ort. Dadurch behalten Nutzer einen besseren Überblick über ihre Ausgaben und können per Suchfunktion jederzeit auf ihre archivierten Bons in einer individuell angelegten Ordnerstruktur zurückgreifen. Ein wesentlicher Vorteil: Die Ordner lassen sich für Partner, Steuerberater oder Buchhalter freigeben, sodass diese die digitalen Belege bei Bedarf einsehen können. „Etwas Vergleichbares gibt es noch nicht auf dem Markt“, sagt Amir Karimi, der große Hoffnung in die Software-Lösung setzt, die er seit Anfang 2017 mit seinem Team entwickelt.


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