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Nachhaltige Ideen für die Fastenzeit

22. Februar 2021 Lesezeit ca. 3 Min.
Ein leerer blauer Teller auf einem gedeckten Tisch - ein Symbol für den Verzicht in der Fastenzeit

Nachhaltige Ideen für die Fastenzeit

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Ursprünglich ist Fasten etwas Religiöses, auch wenn es heutzutage nur noch wenige Menschen tatsächlich aus religiösen Gründen tun. Die christliche Fastenzeit beginnt in diesem Jahr am 17. Februar und endet am 03. April. Allerdings kommt das Fasten in jeder Religion vor und dreht sich im Allgemeinen um Besinnung und eine maßvolle Lebensführung. Obwohl die „Regeln“ der Fastenzeit ursprünglich recht streng vorgeschrieben waren, legen mittlerweile die meisten ihre eigenen Maßstäbe fest. Auch wenn man nicht religiös ist, kann man diese Zeit nutzen, um den eigenen Lebensstil zu überdenken und lästige Gewohnheiten abzulegen. 

Besonders in den letzten Jahren haben sich viele Fasten-Trends herausgebildet, wie zum Beispiel Smartphone-Fasten, 40-Tage-Yoga oder eine Saftkur. Jedoch kann man die Fastenzeit auch sehr gut nutzen, um sich bewusst um eine nachhaltige Lebensweise zu bemühen, etwas Neues auszuprobieren und vielleicht neue Gewohnheiten zu festigen. Wir haben dir ein paar nachhaltige Ideen für die Fastenzeit zusammengestellt, die vielleicht dein Leben auch nach dem Ende der Fastenzeit noch begleiten werden.

Konsumfasten

Eine Möglichkeit, die nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel schont, ist das Konsumfasten. Oft reicht es schon, wenn man vor dem Bezahlen kurz innehält und überlegt „brauche ich das wirklich?“. In den meisten Fällen würden wir diese Frage wahrscheinlich verneinen. So kann die Fastenzeit dazu dienen, eine bewusste Konsumauszeit zu nehmen und auch ein bisschen Geld für Sinnvolleres zu sparen. Ohne den Kaufrausch bringen wir auch eine neue Ruhe in unser Leben, die du dir vielleicht auch nach den 40 Tagen gerne bewahren würdest.

Autofasten 

Ein interessanter Selbsttest für die Fastenzeit ist das Autofasten. Oft ist man überrascht, wie gut man die altbekannten Strecken auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Rad bestreiten kann. Besonders in der Stadt kommt man gegebenenfalls ohne das Auto sogar schneller voran, spart selbstverständlich Spritkosten und schont zusätzlich die Umwelt. Es ist eine gute Möglichkeit, sich selbst zu hinterfragen, wie oft man aus reiner Bequemlichkeit das Auto nutzt, obwohl man nur einen kurzen Weg vor sich hat. Vielleicht entdeckst du ja mit dem Fahrrad eine schöne neue Strecke, bindest einen Spaziergang in deinen Alltag ein oder gründest eine Fahrgemeinschaft.

Ein Fahrrad an einem Steg im Sonnenschein angelehnt - probier doch aus, in der Fastenzeit auf das Auto zu verzichten
Foto: Dominika Roseclay

Fleisch- und/oder Milchfasten

Prinzipiell gehört der Verzicht auf bestimmte tierische Produkte noch zu dem Urgedanken des christlichen Fastens. Was früher ein Verzicht aus religiösen Gründen war, kann heute das Klima nachhaltig beeinflussen. Tierische Produkte, besonders Fleisch, verbrauchen eine Vielzahl von natürlichen Ressourcen und erzeugen Treibhausgase. Auch die Menge an virtuellem Wasser bei der Erzeugung tierischer Produkte ist immens. Wenn man sich sonst omnivor ernährt, kann es spannend sein, sich während der Fastenzeit an einer fleischlosen oder sogar veganen Ernährungsweise zu versuchen.

Plastikfasten

Wie der Name schon vermuten lässt, wird beim Plastikfasten möglichst auf Plastik verzichtet. Die beängstigenden Zahlen des Plastikverbrauchs und dessen Folgen sind schon lange kein Geheimnis mehr. Aus diesem Grund sollte jeder von uns im Alltag auf einen bewussten Plastikkonsum und besonders -verzicht achten. Du kannst ja die Fastenzeit nutzen und versuchen, einmal komplett auf Plastik zu verzichten und ganz im Sinne der Zero-Waste Mentalität zu leben. Selbst wenn du danach merkst, dass ein kompletter Verzicht nicht für dich funktioniert, hast du zumindest in dieser Zeit eine große Menge Plastik gespart und vielleicht auch neue Wege entdeckt, auch ohne Einschnitte in deinen Alltag zukünftig weniger Plastik zu verbrauchen.

Convenience-Fasten

Convenience Food bezeichnet Fertiggerichte, also industrielle Produkte aus der Dose oder dem Tiefkühlregal. Oft sind die Inhaltsstoffe und deren Herkunft wenig transparent, sie weisen eine schlechte Ökobilanz auf und enthalten nicht so viele Vitamine und Nährstoffe wie frische Produkte. Darum kann es im Allgemeinen sinnvoll sein, auf sie zu verzichten, auch wenn sie meist Zeit- und Arbeitsersparnis bedeuten. Darum könntest du die Fastenzeit nutzen, um komplett auf jegliche Fertigprodukte zu verzichten und nur mit möglichst frischen Lebensmitteln zu kochen – am besten sogar saisonal und regional. Vielleicht entdeckst du ja so ein tolles Rezept oder sogar dein neues Lieblingsessen.

https://www.wir-leben-nachhaltig.at/aktuell/detailansicht/fasten-als-start-in-ein-nachhaltigeres-leben

https://www.livelifegreen.de/5-ideen-fuer-eine-nachhaltige-fastenzeit-alternativ-autofasten-plastikfasten-konsumfasten-fleischfasten-discounterfasten/