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Ideen für eine nachhaltige Zukunft

Die Zukunft zu optimieren heißt Perspektiven für nachfolgende Generationen zu schaffen.

Ideen für eine nachhaltige Zukunft

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Wie können wir eine nachhaltige Zukunft gestalten? Eine, bei der es nicht nur darum geht die Veränderungen zu bewältigen, die sich aus dem voranschreitenden gesellschaftlichen und klimatischen Wandel ergeben? Vielmehr gilt es eine Grundlage zu schaffen, die auch kommenden Generationen eine Perspektive bietet. Die Zukunft zu optimieren, und zwar so, dass jeder von den Fortschritten in Wissenschaft und Technik profitieren kann, ist die Aufgabe unserer Zeit. Dabei stehen das Klima und ein veränderter Umgang mit Ressourcen an erster Stelle.

Um dies zu erreichen, muss an vielen Stellen gleichzeitig angesetzt werden. Dazu gehört die Reduzierung des CO2-Ausstoßes ebenso, wie die Bekämpfung des Müllproblems. Neben einer Veränderung des eigenen Verhaltens helfen innovative Ideen, den Weg in eine nachhaltige Zukunft zu ebnen. So gibt es Möglichkeiten aus Plastikmüll, der nicht recycelt werden kann, Dieselkraftstoff herzustellen. Ein Verfahren, das in Kombination mit (honorierten) Sammelaufrufen auch dazu beitragen, könnte das bereits in der Natur befindliche Plastik zu reduzieren. Speziell in ärmeren Ländern, in denen das Problem am größten ist.

karton paket aus recyclebarer pappe

Wissenschaft und Digitalisierung Hand in Hand für eine nachhaltige Zukunft

Das Problem, dass Kunststoffe nur schwer maschinell getrennt und deshalb nicht wiederverwertet werden können, soll mit einer besonderen Kennzeichnung gelöst werden: dem sogenannten „Feenstaub“. Mit ihm werden die verschiedenen Plastikarten markiert. Mittels Laser können die Sortiermaschinen sie unterscheiden und sortenrein trennen. Hier zeigt sich die Wirkungskraft des Zusammenspiels aus Wissenschaft und Digitalisierung: Durch diese Technik könnte die bisherige Recyclingquote von 15 Prozent deutlich angehoben werden. Das Handelsblatt beschreibt das Potenzial dieser Steigerung anschaulich: Würde die Quote verdreifacht, würden so viele CO2-Emissionen eingespart wie durch die gesamten erneuerbaren Energien in Deutschland und das bei wesentlich geringeren Kosten. Dies wäre ein echter Schritt in Richtung nachhaltige Zukunft.

Nachhaltige Zukunft und Mode

Neben Plastik gehört die Herstellung von Textilien zu den größten Ressourcenfressern und Umweltverschmutzern. Rund 10 Prozent der weltweiten Emissionen stammt hieraus. Am problematischsten ist die Produktion von Jeans. Der Wasserverbrauch liegt bei etwa 10 000 Liter pro Paar. Hinzu kommen Lieferketten, die einmal um den Globus reichen. Um den ökologischen Fußabdruck des Denim zu reduzieren, muss es deshalb so lange wie möglich genutzt werden. Hier setzt eine Jeansmarke an, die das Kleidungsstück auf verschiedene Arten nachhaltiger macht. So bestehen die Hosen zu 40 Prozent aus recycelten Jeans – Tendenz steigend. Außerdem bietet das Unternehmen ein Konzept, bei dem die Produkte geleast werden können. Nach einem Jahr werden die Stücke zurückgegeben und als Vintage-Denim weiterverkauft oder recycelt.

kleidung aus organischen stoffen

Es ist nicht alles, wie es scheint: Für eine nachhaltige Zukunft weltweit

Wer denkt, dass die Entsorgung von alter Kleidung im Sammelcontainer einen Beitrag zur nachhaltigen Zukunft leistet, irrt. Allein das Sortieren der Textilien verbraucht Unmengen Energie. Was noch tragbar ist, wird ins Ausland verkauft. Diese Mengen sind so groß, dass die dortigen Märkte von Kleidung überschwemmt werden. Dies schadet der ansässigen Textilwirtschaft. Deshalb haben Länder wie Indien bereits einen Importstopp ausgesprochen. Nur ein geringer Teil der nicht verkäuflichen Textilien wird recycelt. Gerade mal ein Prozent wird zu neuen Kleidungsstücken verarbeitet, der Rest endet als Putzlappen, Malerflies, etc. oder wird verbrannt. Dadurch verwandelt sich das System der Altkleiderspende zu einem Kreislauf, der mehr schadet, als nützt. Weniger Kleidung zu kaufen und diese länger zu tragen lautet die Lösung im Sinne einer nachhaltigen Zukunft. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Unternehmen, die Textilien auf- und umarbeiten, um daraus neue Produkte herzustellen. So werden aus alten Sweatshirts Unterwäsche und aus abgetragenen Jeans Pullover.

Die Digitalisierung als Triebfeder einer nachhaltigen Zukunft

Die Zukunft zu optimieren heißt auch die Möglichkeiten der Digitalisierung aktiv zu nutzen und weiterzuentwickeln. Schon jetzt können digitale Dienste und Techniken dazu beitragen ökologisch und gesellschaftlich verantwortlich zu handeln. Plattformen auf denen Kleidung, Möbel und andere Dinge getauscht oder veräußert werden können gehören inzwischen zum Alltag. Zudem gibt es digitale Angebote, die Kunden (B2B und B2C) und Recycling-Dienstleister zusammenbringen. Dass macht es leichter Rohstoffe der Wiederverwertung zuzuführen. Anwendungen wie die Kassenzettelapp admin tragen zu einer nachhaltigen Zukunft bei, indem sie helfen Papier zu sparen und die Anreicherung von Chemikalien in der Umwelt zu reduzieren. Mit admin müssen Bons nicht mehr ausgedruckt werden, sondern werden direkt auf das Smartphone gesendet und dort dauerhaft gespeichert. 

Auch die Bundesregierung entwickelt digitale Lösungen, mit denen eine nachhaltige Zukunft gestaltet werden kann. Dazu gehört das Projekt „FarmingIOS“, das es möglich machen soll Pflanzenschutzmittel nur dort einzusetzen, wo es wirklich notwendig ist. Mithilfe von künstlicher Intelligenz sollen die Steuerungsprozesse in Windparks so synchronisiert werden, dass sie eine optimale Leistung erbringen.

computer chip

Digital in eine nachhaltige Zukunft? Nicht alles ist positiv

Bei all dem darf jedoch nicht vergessen werden, dass auch die Digitalisierung negatives Potenzial birgt. So erfordert die Produktion von Smartphones, Laptops, Rechnern und Co einen hohen Energie- und Ressourceneinsatz. Und das bei einer relativ geringen Lebensdauer der Produkte. Hinzu kommt der Energieverbrauch der Rechenzentren. Aus diesem Grund hat das Bundesumweltministerium eine Umweltpolitischen Digitalagenda erarbeitet in der auf Basis von 70 Maßnahmen, Digitalisierung und Umweltschutz verbunden werden. Dazu gehört zum Beispiel ein Produktpass, der dabei helfen soll Elektroschrott zu reduzieren. Außerdem soll es ein Recht auf Reparatur geben, um die Lebensdauer der Geräte zu erhöhen. Eine logische Forderung, denn eine nachhaltige Zukunft bedeutet Konsumgewohnheiten zu hinterfragen und Dinge länger zu nutzen. Betreiber von Rechenzentren sollen darüber hinaus dazu verpflichtet werden Ökostrom zu beziehen.

Diese Beispiele zeigen, dass es viele Möglichkeiten gibt die Zukunft zu optimieren – für sich selbst und für die, die nach uns kommen. Der Anfang liegt im Kleinen und bei dem Willen umzudenken. Kommen dann noch Ideenreichtum, Engagement und die Möglichkeit der aktiven Teilhabe dazu steht einer nachhaltigen Zukunft eigentlich nichts mehr im Wege.

Quellen:

1. https://www.adac.de

2. https://www.tagesspiegel.de

3. https://www.handelsblatt.de

4. https://www.mudjeans.eu

5. https://www.dw.com

6. https://www.rbb24.de

7. https://www.bluelooporiginals.com

8. https://www.bmbf.de

9. https://www.bmu.de